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Ja wir hatten Sie: Die Qual der Wahl. An der Entscheidung, ob wir zuerst die DJI Mavic 2 Pro testen sollten oder doch lieber Ihre Schwester, die Mavic 2 Zoom,  haben wir uns die Zähne ausgebissen. Da wir zu keiner Entscheidung kamen, lagen am Ende gleich beide Drohnen im Kofferraum unseres Testwagens. Das war genau genommen auch sinnvoll, da sich die Drohnen auf den Ersten Blick doch recht ähnlich sind.

Auch wenn sich die beiden Quadrocopter äußerlich kaum unterscheiden, hat sich doch einiges im Vergleich zum Vorgänger, der DJI Mavic Pro getan. Wir fokussieren uns in diesem Testbericht auf die Mavic 2 Zoom, denn die Mavic 2 Pro haben wir Euch ja bereits im letzten Test vorgestellt. Was die Zoom drauf hat und warum Sie Ihrem Namen alle Ehre macht, erfahrt Ihr jetzt im flymydrone Testbericht.

Zoom: Die Mavic lernt eine neue Dimension

„Die erste Kameradrohne weltweit mit 2x optischem Zoom!“

Die neue Kamera der Mavic 2 Zoom ist, im Gegensatz zur Mavic 2 Pro, nicht ein Modell der Edelmarke Hasselblad. Trotzdem muss Sie sich nicht verstecken. Die Optik verfügt über einen 12 Megapixel CMOS-Sensor mit immerhin 1/2,3 Zoll, der im Vergleich zum 1 Zoll großen Sensor der Mavic 2 Pro zwar nicht überwältigend wirkt, sich im Test allerdings tadellos geschlagen hat. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Zoom jetzt eine neue Dimension kann: den Zoom. Bisher war es mit Consumerdrohnen nicht möglich während dem Flug das Bild heran zu zoomen. Ist an sich ja auch kein Wunder, da der klassische Digitalzoom, zumindest bei Full HD Videos, auch immer mit einem ordentlichen Qualitätsverlust einhergeht. Das ändert sich mit der Mavic 2 Zoom! Sie ist die erste Kameradrohne weltweit, die über ein 2-faches optisches Zoom verfügt.

  • Super Resolution Fotos mit 48 Megapixeln
  • 1/2.3” CMOS-Sensor
  • 2-fach optischer Zoom
  • FHD-Video mit bis zu 4× verlustfreiem Zoom
  • Dolly-Zoom
  • Hyperlapse

Während unseres flymydrone Testflugs hat uns das neue Feature sofort begeistert und vor Allem klar gemacht, dass mit dieser Funktion plötzlich einige enorme Einschränkungen der Kreativität überwunden sind. Gerade in Deutschland sind wir Drohnenpiloten sehr eingeengt durch strenge Gesetze und stark regulierte Lufträume. Man kann nicht mal eben auf 1000 Meter steigen, die Zoom schafft übrigens 6000 Meter,  und ein paar schöne Landschaftsaufnahmen machen. Die Sichtflugregelung und unzählige Sperrbereiche machen da schnell einen Strich durch die Rechnung. Und gerade hier spielt die Zoom Ihre große Stärke aus. Mit 2-fachem optischen Zoom und 2-fachem, praktisch verlustfreiem, Digitalzoom, lassen sich weit entfernte Objekte, die aufgrund diverser Regulationen niemals erreichbar wären, ganz nah ran holen. Während unserem Testflug auf unserer üblichen Drohnen-Teststrecke, die entlang eines großen Feldes im Rheintal verläuft, konnten wir zum Ersten Mal ein kilometerweit entferntes Dorf filmen, ohne die Drohne aus dem Sichtbereich zu verlieren. Dabei waren, zumindest bei der Aufnahme in 4K Auflösung, immer noch überraschend viele Details, wie Gärten mit Pools oder die Kirchenuhr,  zu erkennen.

Dolly-Zoom und ein Bildausschnitt der so gar nicht Drohnentypisch ist

Natürlich bringt das neue Zoom auch einige andere neue Funktionen und Freiheiten mit sich. So ist jetzt in der Software der Drohne eine Funktion integriert, die ein vollautomatisches Dolly-Zoom durchführt. Das Dolly-Zoom ist ein Zoom, bei dem sich die Drohne vom Objekt wegbewegt, währen die Kamera das Objekt heran zoomt. Dieser Effekt war bis dato nur sehr teuren Kameradrohnen vorbehalten. Im Test hat diese Funktion voll überzeugt und funktionierte sehr zuverlässig.

Die wichtigste Möglichkeit, die uns das Zoomen gibt, ist die freie Wahl des Bildausschnittes. Wenn Ihr auf Youtube typische Drohnenvideos anseht, haben Sie alle eines gemeinsam: Sie sind im Weitwinkel gefilmt. Der Weitwinkel ist ein Sinnbild für Drohnenvideos geworden und lässt  sofort erahnen, wie ein Video gefilmt wurde. Mit der Mavic 2 Zoom könnt Ihr die Brennweite der Kamera verstellen und damit zwischen Weitwinkelaufnahme und Tele wählen. Das Teleformat ist typisch für Kinofilme und Fernsehaufnahmen und vermittelt eine deutlich professionellere Anmutung. In Kombination mit der gut funktionierenden FollowMe Funktion sind spektakuläre Aufnahmen möglich. Gerade dieses Feature macht die Zoom auch für Profis interessant, die sich keine, mehrere Tausend Euro teure, professionelle Kameradrohne zulegen möchten.

Wie auch die Mavic 2 Pro bietet die Zoom ein sehr gutes Gesamtpacket

Wie auch schon die Kamera, hat uns während unserem Testflug auch der Rest der Drohne sehr gut gefallen. Sie fliegt, mit Ihren 72 Km/h im Sportmodus, enorm flink und agil und kann auch von einem Anfänger problemlos gesteuert werden. Möglich macht das ein neues und umfassendes 360 Grad Sicherheitskonzept, das die Drohne bei drohender Kollision automatisch abbremst und ggf. ein Ausweichmanöver einleitet. Diese Funktion haben wir an diversen Sträuchern und Bäumen getestet und waren überrascht wie gut das klappt. Die Mavic 2 ist damit die vlt. erste Drohne, die wir auch Anfängern mit gutem Gewissen empfehlen können. Ein weiterer Punkt ist die, im Vergleich zum Vorgängermodell, weiter verringerte Verzögerung zwischen Steuerbefehl und entsprechender Reaktion der Drohne auf maximal 120 ms. So niedrig war der Wert noch nie in der DJI Geschichte. Gepaart mit einer theoretischen Reichweite von 8 km, einer Full HD Life-Bild Übertragung auf das Handy, das übrigens als Bildschirm dient, und diversen Assistenzfunktionen, wie Auto Home und Auto Landing, bietet die Mavic 2 Zoom ein Rundum gutes Paket, das die meisten Konkurrenten links liegen lässt. Einzig fraglich ist der hohe Preis von rund 1250 €, der zwar immer noch unter der etwa 1500 € teuren DJI Mavic 2 Pro liegt, aber dennoch für viele unerreichbar bleibt. Umso sinnvoller ist es, die Drohne einfach bei flymydrone zu mieten. Das kostet euch nur einen kleinen Bruchteil und euer Flug ist obendrein versichert. Was kann da noch schief gehen?